AK Kritische Geographie Frankfurt am Main/Offenbach

Anarchistische Geographien: Eine Spurensuche

Zentrale Aspekte anarchistischen Denkens und Handelns, wie Kollektivierung und Selbstverwaltung der Produktionsmittel oder das Streben nach herrschaftsfreien Räumen werden in unterschiedlichen Kontexten aktuell auch innerhalb der Geographie vermehrt diskutiert (z.B. Debatte über Commons). Anarchistische Geographie als eine explizite Forschungsrichtung findet dagegen trotz vielfältiger Ansätze, die bis ins 19. Jahrhundert zurückreichen, im deutschsprachigen Raum kaum Beachtung. Voller Neugier begaben wir uns auf Grund dessen in einem Lesekreis auf eine Spurensuche, die neue Erkenntnisse, anregende Diskussionen aber auch Widersprüche, Kritik und Unklarheiten hervorbrachte. Ein kurzer Input soll diesen Weg nachzeichnen. Die behandelten Themen und offen gebliebenen Fragen sollen dabei Anknüpfungspunkte für einen gemeinsamen Austausch über Anarchistische Geographien bilden. Anstatt bloß historische Referenzen aufzuarbeiten möchten wir den Fokus auf gegenwärtige Fragen wie etwa nach den Potentialen und Problematiken einer anarchistisch orientierten Forschung und Theoriebildung sowie dessen Verhältnis zu einer politischen Praxis richten. Wir freuen uns sowohl über Neuinteressierte als auch über Personen, die sich mit dem Thema bereits auseinandergesetzt haben.