Damian Paderta

Emanzipatorische Technik? Smart Cities und Smart Citizens

„Wie smart können Smart Cities sein, bevor wir Angst bekommen, in ihnen zu leben?”

Bei der Debatte um Smart Cities geht es oft jene ubiquitäre aber unzugängliche Technologie, die unsichtbar ist, uns dagegen trackt, beobachtet, aufnimmt und letztlich datifiziert. Technologien die Entscheidungen besser fällen sollen als Menschen, sind keine Errungenschaft der Neuzeit. Doch die schiere Anzahl der beteiligten Systeme, ihre Komplexität und ihre globalen Auswirkungen haben eine neue, nicht dagewesene Qualität. Dazu ist ein Verständnis eines datifizierten Raums notwendig. Weniger als fertiges Konzept, stärker als Perspektive und Mindset, um sich dem Potenzial der Wechselwirkungen zwischen der Trias „Technologie-Raum-Gesellschaft“ bewusst zu machen. Ein datifizierter Raum kann neue Perspektiven auf den gebauten Raum, sowie auf die Genese neuer sozialer Praktiken hinweisen. Er kann zur Repression genutzt werden oder zum nachhaltigeren Wirtschaften mit Ressourcen. Er kann Mythen zerstören und neue schaffen. Wissenshierarchien begradigen und an anderer Stelle vertikalisieren. Diese datifizierten Räume bilden die Grundlage von allen Konzepten die sich unter dem Begriff „Smart City“ vereinen lassen. Damit verwebt, sind viele Vorstellungen von Steuerung, Verwaltung und Führung von Gesellschaft, die sich ideologisch in der Technik und damit im Raum, abbilden.

• Welche Ambivalenzen treten im Gebrauch dieser Techniken auf, die so eng verzahnt mit dem Raum ist, dass sie selben wieder konstruiert und erweitert?

• Welche Akteure können einen emanzipatorischen Ansatz, nicht trotz oder gegen Technologie, sondern mit ihr praktizieren? Wie kann er aussehen? Was wird dafür in der Praxis benötigt und wie können die Teilnehmer*Innen dazu empowered werden?